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Bei Waren- und Ticketautomaten, die nicht mit Datennetzen in Verbindung stehen, müssen auflaufende Bewegungsdaten manuell ausgelesen werden.
Fischer bietet dafür das neue S3-Card-System an, das über den Automaten-Chipkartenleser großvolumige Datenauslesungen ohne Wartezeit bewerkstelligt.
Die handliche Transportkarte (128-, 256-, 512 kB bzw. 1.024 MB) benutzt neueste Speichertechnologie (Flash-Memorys auf Wechselrahmen, die keine Batterie mehr benötigen) und arbeitet mit 200 kBytes/s, während handelsübliche Auslesegeräte über dieselbe Schnittstelle auf 500 Bytes/s kommen. Betreiber, die einen Automatenpark bewirtschaften, kalkulieren fortan nur noch den Zeitaufwand für Auffüll- bzw. Serviceroutinen, denn auf eine praktisch ohne Verzögerung stattfindende Ausleseprozedur braucht eben nicht mehr gewartet werden: Was sonst ca. 15 Minuten dauert, ist in wenigen Sekunden erledigt, wobei eine Option das vorzeitige Ziehen der S3-Card unterbindet.
Voraussetzung dafür ist der Einbau der „Speedup-Bypass“-Weiche. Diese Weiche, die sich bspw. auf die GCI-400/-800 von GemPlus setzt („plug and play“), ist wiederum in das automateninterne Datennetz vorzugsweise über RS-232 oder andere übliche Schnittstellen (z.B. MDB, 100BaseT-TCP/TP) eingebunden.
Auch für Automaten oder Geräte, die nicht über ein Chipkartensystem, dafür aber über eine serielle Schnittstelle verfügen, ist die Nachrüstung einer handelsüblichen Chipkarten-Kontaktiereinheit (ISO 7816) ebenso einfach zu bewerkstelligen. Sie wird auf die „Speedup-By-pass“-Weiche geschaltet, die ihrerseits via RS-232 kommuniziert und so die Verbindung zur Datenquelle des Automaten herstellt. Die S3-Card ist aber nicht nur für Auslesungen geeignet, ebenso gut lassen sich z.B. Konfigurationsdaten in den Automaten einspielen (Waren, Preise, Zeiten, Tarife, etc.).
Über das S3-Tischgerät kommuniziert die S3-Card via RS-232 mit einem Computer und wird über ein leicht zu implementierendes Protokoll angesprochen.
Eine weitere S3-Card-Alternative ist in Vorbereitung, die das Chipkarten-Protokoll nach ISO 7816 unterstützt, Vorteil: Keine zusätzliche Hardware.
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